Der ursprünglich aus Irland bekannte Volksbrauch Halloween, steht kurz vor der Tür. Da ist es doch üblich, die orangefarbenen Riesenbeeren in gruselige Gesichter zu verwandeln. Im Kürbis jedoch steckt viel mehr als bloss ein Gruselgesicht. Die grünlichen, abgeflachten Samen im inneren des Kürbisses, umfassen vielversprechende sehr wertvolle Inhaltsstoffe.

Ursprünglich stammt der Kürbis aus Amerika und ist mittlerweile weltweit kultiviert worden. Die Pflanze zeichnet sich durch die grosse Artenvielfalt aus. Im arzneilichen Bereich findet der weichschalige steirische Ölkürbis Verwendung.

Die Kürbiskernen (Cucurbitae semen) sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen mit besonderen Eigenschaften. Beispielsweise das Kürbisöl, welches gerne in der Küche Verwendung findet, zeichnet sich durch die ungesättigten Fettsäuren aus. Auch die Phytosterole (vor allem delta-7-Sterole) tragen einen Beitrag zu der Wirksamkeit der Kürbiskernen bei. Jene wirken sich namentlich bei Prostatabeschwerden positiv aus. Ausserdem enthalten die Samen jegliche Spurenelemente im Besonderen Selen, Iod, Mangan, Zink und Kupfer. Weiter sind Tocopherole (Vitamin E) enthalten sowie Proteine mit antioxidativen Eigenschaften.

Kürbiskerne sowie deren Öl wird traditionell zur Stärkung der Blasenfunktion angewendet. Weiter werden der Heilpflanze entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeteilt. Bei Blasenschwäche eingeschlossen der Reizblase, kann dies eine natürliche Linderung verschaffen. Auch zur unterstützenden Behandlung von gutartiger Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie) werden Kürbiskerne oder aus deren hergestellte Arzneimittel verwendet. Beschwerden beim Wasserlösen, wie häufiger oder auch nächtlicher Harndrang mit Restharngefühl, können damit im Positiven beeinflusst werden.

Demnach prangt der Kürbis nicht bloss in der Halloweennacht nach Aufsehen.

Cucurbitae pepo, eine Heilpflanze, die sehr wohl das ganze Jahr über für Aufmerksamkeit sorgt.