Kennst du das Gefühl, dass sich deine Beine schwer wie Beton anfühlen? Müde, schlappe, schwere Beine können ein Symptom von Venenleiden sein. Speziell im Sommer mit den steigenden Temperaturen ist dies vermehrt ein Thema.

Venen sind Blutgefässe, die das Blut im Körper sammeln und es zurück zum Herz führen. Das venöse System wird auch als Niederdrucksystem bezeichnet. Das Blut in den Venen wird kaum noch durch die Pumpkraft des Herzens vorangetrieben, dessen Pumpkraft ist einfach gesagt „verpufft“. Im Gegensatz zum Bluttransport in den Arterien, jenes Blut wird hauptsächlich durch die Kraft des Herzens vorangetrieben. Die venösen Blutgefässe verfügen über diverse Hilfseinrichtungen, damit das Blut entgegen der Erdanziehungskraft nach oben transportiert werden kann.

  1. Die Venenklappen, eine von drei Hilfseinrichtungen, sind sackartige, paarig angeordnete Bindegewebstaschen. Sie führen den Blutstrom Richtung Herz, verhindern jedoch einen Rückstrom in die andere Richtung und sorgen somit dafür, dass die Blutsäule herzwärts befördert wird.
  2. Zudem sind die Venen so im Gewebe angeordnet, dass sie eine anatomische Verbindung zu den Arterien aufweisen. Man nennt dies auch Arteriovenöse Koppelung. Wenn die Pulswelle die Arterie ausweitet, wird dadurch die Vene verengt. Dies wiederum führt zu einer Blut vorwärtstreibender Dynamik.
  3. Speziell in den unteren Extremitäten fördert die Kontraktion der Skelettmuskulatur beim Gehen oder Laufen den venösen Rückfluss. Jene Unterstützung wird der Hilfseinrichtung „Muskelpumpe“ Die kontrahierten Muskeln drücken auf die Venen, auf diese Weise wird das Blut in den Venen unter Druck gesetzt. Bei funktionstüchtigen Venenklappen kann das venöse Blut nur herzwärts entweichen und findet so den Weg nach oben.

Sind die Venen gesund, funktionieren die oben beschriebenen Hilfseinrichtungen einwandfrei. Ist eine Vene ausgeweitet, so können die Venenklappen das Blut nicht zurückhalten. Dadurch fliesst es zurück und es kommt zu einem Rückstau, es verbleibt mehr Blut in den Venen als vorgesehen. Dies kann sich mit Schmerzen, geschwollenen Beinen/Fussknöcheln (Ödeme), müden, schweren Beinen und Besenreiser oder Krampfadern zeigen. Durch den Rückstau in den Venen steigt der venöse Druck an. Welches weiter die Venenwände schädigt und die Symptome verschlimmern kann. Schwellungen, Schweregefühl, Juckreiz und Schmerzen in den Beinen sind unangenehme Folgen davon.

Doch wieso haben nun die einen gesunde Venen und andere leiden unter Venenbeschwerden? Diverse Faktoren beeinflussen unsere Venengesundheit. Venenbeschwerden können theoretisch in frühem Alter bereits auftreten. Eine zunehmende Verschlimmerung mit dem steigenden Alter ist jedoch häufig, da die Elastizität der Venenwände abnimmt, sowie auch die Muskelkraft.

Zudem ist das weibliche Geschlecht mehr dispositioniert. Durch die hormonellen Schwankungen und weiter körperliche Veränderungen beispielsweise in der Schwangerschaft, sind Frauen anfälliger auf Venenerkrankungen. Auch eine hormonelle Verhütung wirkt sich negativ auf die Gesundheit der Venen aus.

Mit einem gesunden Lebensstil lässt sich vieles beeinflussen, auch hier. Häufiges Stehen oder Sitzen ist schlecht für die Venengesundheit. Hingegen wirkt sich Laufen und Liegen positiv aus. Auf das Tragen enger Kleidung und hohen Schuhen sollte verzichtet werden.

Als zusätzlicher Tipp lässt sich viel Trinken empfehlen. Achte dich darauf, dass du täglich 2 Liter Wasser oder ungesüssten Tee trinken kannst. Häufiges Beine vertreten oder auch das Kreisen/Bewegen der Knöchel ist eine Unterstützung. Vermeide zudem das Überschlagen der Beine im Sitzen.

Wellness für deine Beinvenen: ein kaltes Fussbad mit Rosmarin. Damit wird die Durchblutung deiner Beine ordentlich angeregt!

Mit speziellen Beinübungen kannst du gezielt die Muskelpumpen deiner Beinvenen aktivieren. Stelle dich beispielsweise auf beide Beine mit aufrechter Haltung. Verlagere anschliessend dein Körpergewicht auf die Fussballen und hebe deine Fersen auf und wieder ab. Wiederhole dies einige Male.

Weiter eine Gymnastikübung im Sitzen, welche du auch während deiner Büroarbeit ausführen kannst. Kreise ganz einfach deine Füsse 10-15x pro Seite.

Aus der Pflanzenheilkunde lässt sich beispielsweise das Rote Weinlaub als Venenstärker empfehlen. „Vitis viniferae folium“ wie es mit Fachbegriff genannt wird, ist reich an diversen Flavonoiden. Jener Wirkstoff verfügt über ausgeprägte entzündungshemmende Eigenschaften und vermindert Schwellungen/Ödeme. Zudem wird die Durchblutung der kleinen Blutgefässe verbessert. Das Weinlaub besitzt überdies auch Gewebeschützende Effekte. „Vitis vinifeae folium“ wird vorbeugend sowie auch zur Behandlung von Venenbeschwerden angewendet.

Damit auch du unbeschwert mit leichten Beinen durchs Leben gehen kannst!