Nahezu jeder Mensch kennt sie, oder durchlebt währen der Pubertät den unreinen Hautzustand, welcher mit Pickel, Mitesser und Co. gezeichnet ist. Je nach Ausprägung wird dieser Hautzustand im Fachjargon als Acne juvenilis, beziehungsweise als Acne vulgaris benannt.

Das Hautbild der Akne zeigt sich charakteristisch durch einen fett-feuchten Zustand. Die Haut glänzt und die Poren zeigen sich eher grösser, welche zu offenen oder geschlossenen Mitessern neigen. Im Speziellen zeigt sich die Akne in talgdrüsenreichen Bereichen ausgeprägter. Dazu zählen im Gesicht die T-Zone, welche die Stirn, Nase und Kinn einschliesst. Oft sind auch Brust und Rückenpartie ausgeprägter. 

Es existieren diverse Formen der Akne. Die oben erwähnte Acne vulgaris zeigt sich während der Pubertät und dauert in der Regel maximal bis zum Ende des dritten Lebensjahrzehnts. Andere Sonderformen der Akne treten vor der Pubertät oder als Spätform in fortgeschrittenem Alter auf. Man unterscheidet in drei Schweregraden:

  • Leichte Akneform: Acne comedonica, hierbei handelt es sich um offene und geschlossene Mitesser, in Kombination mit vermehrter Talgproduktion. Die leichte Akneform zeigt sich primär im Bereich der T-Zone.
  • Mittelschwere Form der Akne: Acne papulopustulosa, typisch hier die entzündlichen Vorgänge. Die entzündeten roten Knötchen, bis zu den mit Eiter gefüllten Bläschen.
  • Schwere Akneform: Acne conglobata, hierbei handelt es sich um eine ausgeprägte Form der Akne. Ausserdem besteht eine grosse Neigung zur Bildung von Narben, aufgrund tiefgreifender Entzündungen und Eiteransammlungen.

Wo liegt die Ursache für die Hautveränderung? Die Ursachen für Akne sind sehr vielfältig. Oft spielen mehrere Faktoren zusammen und beeinflussen so den Schweregrad und die Zeitspanne, wenn überhaupt eine Akne auftritt. Die genetische Disposition für Akne ist hoch. Waren die Elternteile bereits von Akne betroffen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass deren Kinder ebenfalls daran leiden über 50 Prozent.

Eine unerhebliche Rolle bei der Akne während der Pubertät, spielt die hormonelle Umstellung. Der fett-feuchte Zustand der Haut wird durch die männlichen Hormone (Androgene) gefördert. Unter anderem wird auch die Talgproduktion der Haut beeinflusst. Die Überproduktion der Talgdrüsen ist eine weiter Ursache bei der Entstehung der Pickel und dem unreinen Hautzustand. Vermehrt ist auch die Verhornung bei den Ausführgängen der Talgdrüse gestört, was zu Verstopfungen führen kann. Weiter beteiligen sich gerne Bakterien am Geschehen, da die grossen Talgmengen einen optimalen Nährboden für sie darstellt.

Hygienemassnahmen sind bei Pickel, Mitesser und Co unumgänglich. Wichtig deshalb beim täglichen Waschen, den Waschlappen nach jedem Gebrauch zu waschen oder Wegwerfwaschlappen zu verwenden. So können sich die unerwünschten Bakterien nicht darauf ausbreiten. An die Männer unter uns, achtet darauf die Klingenrasierer täglich zu desinfizieren. Das unsachgemässe Aus-/Rumdrücken an Pickeln solltest du dringend unterlassen, dies beeinflusst den Heilungsverlauf negativ. Überlasse dies einer Fachperson.

Bei der richtigen Hautreinigung ist zu beachten, ein Reinigungsprodukt zu verwenden, dass einen leicht sauren pH-Wert aufweist (also keine klassische Seife). Die Anwendung der Produkte sollte zwingend mit sauberen Händen erfolgen.

Ein bis zweimal die Woche kann zudem ein Peeling verwendet werden. Damit wird die übermässige Verhornung reduziert und abgestorbene Hautschuppen entfernt. Falls entzündete, gerötete Pickel vorhanden sind oder auch Eitergefüllte Bläschen auf der Haut prangen, solltest du kein Peeling verwenden.

Als natürlicher Pickelkiller ist unter anderem Teebaumöl bekannt. Seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung funktioniert „natürlich gut“.

Ein weiteres Multitalent der Natur ist Hamamelis. Die Zaubernuss, wie sie auch genannt wird, verfügt über beruhigende Eigenschaften und wirkt sich besonders bei gereizter, entzündeter Haut positiv aus. Zudem wirkt Hamamelis antibakteriell und wundheilungsfördernd.

Weiter wird dein Hautzustand durch diverse Faktoren beeinflusst. Hier einige Tipps:

Achte auf eine ausgewogene Ernährung. Im Speziellen Fastfood, Pizza, Burger usw. können sich negativ auf deine Haut auswirken. Es ist zudem sinnvoll deinen Stoffwechsel zu aktivieren und zu unterstützen. Grundsätzlich ist ein gesunder Lebensstil optimal, nicht nur für deine Haut. Ein ausreichender erholsamer Schlaf, sowie möglichst wenig Stress ist auch hier wünschenswert. Falls du ein Makeup tagsüber auftragen möchtest, achte auf die Deklaration „nicht komedogen“, und reinige deine Haut sanft vor dem Zubettgehen.

Lass deine Haut natürlich schön strahlen!